Unter dem sogenannten "zweiten Bildungsweg" versteht man u.a., dass berufstätige Erwachsene die Möglichkeit haben, das Maturitätszeugnis auch noch lange "nach der Schulzeit" zu erreichen.
Häufig ist das Phänomen des "Spätzünders" zu beobachten. Darunter versteht man, dass Sie während Ihrer Schülerzeit meist schlechte oder mittelmässige Schulleistungen hatten und deshalb weiterführende Schulen gar nicht in Erwägung gezogen haben. In der Regel folgte eine Berufsausbildung mit einer anschliessenden Arbeitstätigkeit.
Im Laufe der Berufstätigkeit erkannten Sie Ihre Stärken, wurden sich darüber bewusst, dass eine "wirkliche Karriere" nur mit höheren Bildungsabschlüssen möglich ist. Jetzt sind Sie "nicht mehr 20" und "wollen es noch einmal wissen".
In der Schweiz gibt es deshalb den sogenannten "zweiten Bildungsweg". Sie haben die Möglichkeit, die allgemeine Maturität (oder die Berufsmaturität) im Rahmen der Maturitätsschule für Erwachsene zu erwerben.
Die Aufnahme in die Kantonale Maturitätsschule für Erwachsene (KME) erfolgt in der Regel durch das Bestehen einer Aufnahmeprüfung. Folgende Bedingungen müssen zudem erfüllt sein:
1. Absolvierte Sekundar- oder Realschule (Sek. A oder Sek. B)
2. Kenntnisse von drei Jahren Sekundarschule Kanton Zürich
3. Abgeschlossene Berufslehre oder mind. dreijährige Arbeitstätigkeit
4. Gute Deutschkenntnisse
5. Volljährigkeit im Jahr vor dem Eintritt
6. Alterslimite in der Regel 40. Lebensjahr
Für diese Aufnahmeprüfung empfiehlt es sich, einen Vorbereitungskurs zu besuchen. Der Vorbereitungskurs konzentriert sich dabei (wie die Prüfung auch) auf die Fächer Mathematik und Französisch.
Die Aufnahmeprüfung findet drei Mal im Jahr (im Januar, im April und im September) statt. Da wir zehn Mal vier Lektionen pro Fach durchführen, dauert die Vorbereitung rund drei Monate.
Sehr gerne beraten wir Sie in einem kostenlosen, unverbindlichen Gespräch und führen mit Ihnen eine Standortbestimmung durch.